Klimaschutz
Kommunales Energiemanagement in Zusammenarbeit mit eza
Ziel
Ziel für eza! ist es, den Kommunen im Allgäu eine effektive Hilfestellung bei Verwaltung, Instandhaltung und Sanierung Ihrer Gebäude anzubieten, um einen energetisch optimierten Betrieb, ein schnelles Erkennen von Schwachpunkten und ein zielgerichtetes Sanieren zu ermöglichen.
Verbrauchscontrolling als erster Schritt
Es gibt viele verschiedene Ansätze, um den kommunalen Gebäudebestand zu sanieren. Ein einfacher und sinnvoller Ansatz ist, die Energieverbräuche kontinuierlich zu erfassen, zu analysieren und dann Maßnahmen zu ergreifen. Häufig können bereits kleine Änderungen des Nutzerverhaltens oder Veränderungen von Einstellungen der Regeleinrichtungen zu deutlichen Einsparungen ohne Komforteinbußen führen.
Eine sorgfältige Erfassung sämtlicher Verbräuche (Wärme, Strom und Wasser) sollte an erster Stelle stehen. Dazu gehört das regelmäßige Ablesen der Zählerstände. Unter Energiecontrolling versteht man eine Erfassung des Energieverbrauchs in möglichst monatlichen Zeitabständen, die Erstellung von flächenbezogenen Kennzahlen und ein regelmäßiger Vergleich von Sollwerten mit Istwerten.
Ein solches Energiecontrolling hat folgende Vorteile:
· Effektiver Absenkbetrieb und Abschaltung in der heizfreien Zeit im Sommer
· Erste Aussagen über den energetischen Zustand und Nutzung der Liegenschaften durch Kennwertevergleich über mehrere Jahre mit ähnlichen Gebäuden
· Exakter Vergleich der Jahre durch Witterungsbereinigung möglich
· Gute Datenbasis für eventuelle spätere Studien und Konzepte
· Bewußtseinsbildung und -schärfung vor Ort durch Kenntnis über Verbräuche und Umweltauswirkungen
· Notwendigkeit von oft mehreren Zähleinrichtungen
· Erkennen überhöhter Verbräuche; Abhilfe kann geschaffen werden
· Erkennen defekter Anlagenteile und von Lecks in Rohrleitungen
· Erhebliche Kosten- und Energieeinsparungen mit einfachen Mitteln
Alleine durch die Umsetzung eines Energiecontrollings ergeben sich erfahrungsgemäß bereits Energieeinsparungen von 5 ? 10 %. Dies wird alleine durch ein geändertes Nutzerverhalten und die Beseitigung der gröbsten Fehlerquellen erreicht.
Ablauf:
Schritt 1: Gebäudebegehung und Datenaufnahme
· Erfassung aller Verbrauchszähler und Flächen sowie der Anlagentechnik
· Dokumentation von Schwachstellen und Empfehlungen für Sofortmaßnahmen
· Erstellen von Ableselisten zur monatlichen Verbrauchsüberwachung
Schritt 2: Energiecontrolling und begleitende Maßnahmen
· Monatliche Erfassung der Zählerstände durch den Gebäudeverantwortlichen/Hausmeister
· Übermittlung der Daten an eza!
· monatliche Auswertung der Daten, inkl. Witterungs- und Zeitraumbereinigung durch eza!
· Übermittlung der Auswertung an die Gebäudeverantwortlichen, Sofortmeldungen und umgehende Nachfragen bei Auffälligkeiten
· Erstellung eines jährlichen Energieberichts
· begleitend hierzu jährliche Schulungen der Gebäudeverantwortlichen und der Hausmeister mit Energiespartipps zur Betriebsoptimierung
· Anreizbildung und Motivationssteigerung der Betreiber durch klare Ausweisung von erzielten Einsparungen (witterungsunabhängig)
· Beratung der Kommunen bei Investitionsentscheidungen; gezielte energetische Prioritäten und Investitionsplanung möglich
· Überprüfung prognostizierter Einsparungen nach Sanierungen
Ausblick, weitere Möglichkeiten:
· Poolbildung für Contracting
· Kampagnen für bestimmte Zielgruppen (Kindergärten, Schulen/fifty-fifty, ...)
· Öffentlichkeitswirksame Vermarktung
· Investitionen für energetische Sanierungen und Poolbildung (durch Kommune, Abwicklung durch Ingenieurbüros und freie Wirtschaft)
· Detailkonzepte z.B. Nahwärmenetze, Gebäudesanierungen etc.