Jahresrückblick 2017


Wer kennt das nicht: an einem trüben Sonntagnachmittag gegen halb drei und auf einmal kommt die Sonne raus. „Was mach‘ mer no?“ heißt es dann. „Komm, wir drehen eine Dorfrunde!“ Jeder hat dabei seine ganz eigene Strecke, über die er durch’s Dorf spaziert. Meine startet in der Josef-Adler-Straße im Buchenberger Norden, direkt vor meiner Haustür. Ein tiefer Atemzug, ein beherzter Schritt und meine Dorfrunde beginnt mit dem Weg ortseinwärts entlang der Eschacher Straße bis mich die bereits 2016 komplett sanierte Schulstraße zu meiner ersten Station führt: die Grund- und Mittelschule. Bereits im Sommer wurden hier mit den Sanierungsmaßnahmen des 50 Jahre alten Gebäudes begonnen. In den Herbstferien sind die ersten Wände gefallen. Schule, Lehre und Lernen haben sich verändert seit der Gründung im Jahre 1966. Mit modernen Raumnutzungsmöglichkeiten und einem zeitgemäßen Lernumfeld soll den veränderten Bedürfnissen Rechnung getragen werden. Sicher der richtige Weg, auch wenn gerade die Umsetzung der Brandschutzbestimmungen eine Herausforderung darstellt, denke ich im Gehen. Mein Weg führt mich weiter in nördliche Richtung. Dort wartet in der Römerstraße der neue Kindergarten auf mich. Außen wie innen ist hier in sechs Monaten Bauzeit ein Gebäude auf höchstem, energetischem Niveau entstanden. Insgesamt finden seit September hier rund 130 Kinder Platz, um miteinander zu spielen und sich zu begegnen. Neben vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen zeichnet das Gebäude aufgrund durchdachter Raumlösungen und Maßnahmen im Schallschutz eine neue, ruhige Aufenthaltsatmosphäre aus.
Wer wird hier einziehen? Für die Antwort brauch ich nur ein paar Schritte weiter gehen. 2017 wurden in Buchenberg endlich wieder Bauplätze erschlossen. Rund 20 Familien werden die neue Martin-Bummele-Straße bewohnen und eine neue Siedlung in Buchenberg mit Leben füllen.

Zum Buchenberg hinauf verändert sich der Weg, jetzt knirscht der Schnee unter meinen Füßen und auch der Wind wird stärker je weiter es hinauf geht. Oben wird mein Blick weit und schweift über die Ortsteile Ahegg, Albris, Wirlings. Mit Freude und Zuversicht blicke ich ins westlich gelegene Eschach, wo jetzt im Dezember wieder so viele Kinder aus der Region zum ersten Mal im Leben auf Skiern stehen. Die Weichen sind gestellt, dass die Eschacher Lifte nicht nur im Winter sondern auch im Sommer ein attraktives Ausflugsziel werden. Endlich wurde die Förderung für unser Mountainbikeprojekt von der Regionalentwicklung beschlossen. Hinab geht’s flott und so stehe ich nach ein paar Schritten direkt im Ortskern: Mit dem Abriss des Gasthofes Kreuz im April fiel der Startschuss zur aktuell größten Baumaßnahme im Ort. Für alle Buchenberger soll ein neues, barrierefreies Ortszentrum entstehen und so zum einen die Nahversorgung sichergestellt werden, zum anderen aber eben auch ein Treffpunkt für’s Dorf – eine neue Mitte – entstehen. Die Arbeiten zu Tiefgarage und Gebäude begannen im August dieses Jahres und sollen im kommenden Jahr fertig gestellt sein. Möglich macht auch diese Baumaßnahme die Städtebauförderung der Regierung von Schwaben, mit deren Förderung seit 2011 in Buchenberg bereits ein neuer Kichplatz, ein neues Schulumfeld, ein neues barrierefreies Bürgerbüro und die Gestaltung des Rathausumfeldes umgesetzt wurden.

Buchenbergs Hauptverkehrsstraße führt mich weiter bis zur Kreuzung Eschacher Straße. Den gleichen Weg, den auch die zahlreichen Open Air Besucher im Sommer zum Festivalgelände im Campimontweg genommen haben. Gerne erinnere ich mich an die Atmosphäre im Ort an den Konzerttagen. Lebendig, fast schon urban und weltoffen präsentierte sich Buchenberg in diesen Tagen. Auch 2018 sind wieder ein bis zwei Konzerte geplant, die meisten Buchenberger freuen sich schon drauf, in Buchenberg wieder Gäste aus nah und fern zu begrüßen. Selbstverständlich muss die Beeinträchtigung für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden, darüber sind sich alle Beteiligten einig.
Noch einmal passiere ich den Schulkomplex mit Turnhalle und denke an Buchenbergs ersten Vereinetag im Mai. Hier haben die Buchenberger Vereine gezeigt, was alles in ihnen steckt. Die Resonanz war über die Ortsgrenzen hinaus überwältigend gut.
Ein paar Schritte sind es noch, bis zur Haustür. Zeit genug um darüber nachzudenken, welche Stationen wohl 2018 auf meiner Runde liegen. Das Thema Gewerbe in der Gemeinde wird sicher eine Rolle spielen, schnelles Internet für Buchenberg wird mit Abschluss des Breitbandausbaus zur Verfügung stehen. Und hoffentlich führt mich mein Weg dann auch auf einen neuen Dorfplatz im Kreuzthal.

Euer und Ihr Toni Barth
1. Bürgermeister

Ich wünsche allen Buchenbergerinnen und Buchenbergern von Herzen ein friedvolles und fröhliches Weihnachtsfest. Insbesondere gilt mein besonderer Dank Ihnen allen für ein weiteres Jahr voller Engagement. Mit wachem Geist und fleißigen Händen machen Sie Buchenberg zu einem lebendigen und lebenswerten Ort, zu unserer Heimatgemeinde. Voller Vorfreude blicke ich damit auf das Jahr 2018 und die Herausforderungen, Aufgaben und Ereignisse die auf uns warten.